Ich träume von Tanz und tanze euch Träume-
Geschwinde! Die Töne sie flieh´n, wenn ich säume!
Die Töne, sie tragen auf rastlosen Wogen
die Seele mir fort. Unter marmornen Bogen,
auf Estrich von Gold leicht schleifet mein Schleier
und wiegender Tanz wird selige Feier -
Da wächst aus den Klängen unendliches Sehnen,
das hemmt mir mein Schweben und glühende Tränen,
sie drücken die Seele in Schmerz und in Grauen -
und unter dem Himmel, dem nächtlichen blauen
muß leiden ich stumm mit gerungenen Armen -
Bis endlich die drohenden Töne entwarnen.
Die Sonne kehrt wieder und wieder, ich gleite
auf Purpur und Silber in schimmernder Weite.
Geschwinde! Die Töne, sie flieh´n, wenn ich säume! -
Ich träume von Tanz und tanze euch Träume
(Th. Weiß)
Das Gästebuch aus Gimix
Herzen brechen nicht, Schädel platzen nicht, Blut kommt weder in Wallung noch gefriert es. Empfindsame Seelen mögen enttäuscht sein, aber der Tod ist eine medizinische Sache, und bis dahin überlebt man alles: jeden Rausch, jede Hoffnung, jeden Reinfall, jeden Verlust. Es könnte einem nur übel werden, wie wenig erhaben man über Wiederholungen ist.
Eine junge Frau, sicher nicht häßlich zu nennen, steht vor euch, gekleidet in Hose und Mieder aus braunem Wildleder, dazu ein schlichtes weißes Hemd. Ihre Hände liegen auf den juwelenverzierten Dolchen an ihrer Seite, Dolche mit denen sie durchaus umzugehen weiß... Ihre dunklen Augen blicken euch an, ohne Furcht vor dem was ihr begegnen könnte, zu viel hat sie schon gesehen, zu viel erlebt. Langsam nimmt sie die Hand von den Dolchen, streicht sich das braune Haar mit der weißen Strähne an der Schläfe zurück. Sie sieht euch einfach an, ohne eine Frage zu stellen, dann dreht sie sich um und geht an die Theke, sich einen Tee zu bestellen. Ihre Bewegungen zeugen von dem was sie ist: eine Tänzerin, seid ihrer Geburt, nur wenige habt ihr je gesehen, denen die Anmut des Tanzes so ins Blut übergegangen ist. Langsam, fast andächtig trinkt sie ihren Tee, legt dann eine Hand an den Jadestein der an einem Lederband um ihren Hals hängt und den Holokristall an der Silberkette darunter. Sie sieht zu euch hinüber und euch wird bewußt, dass ihr sie schon selbst werdet ansprechen müssen, wenn ihr sie tanzen sehen wollt oder gar erfahren wollt wer sie wirklich ist...
Wer keinen Mut zum träumen hat, hat keine Kraft zu kämpfen!

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